1. Besucher können nicht posten und nicht suchen, dazu bitte registrieren und einloggen! Nach der Registrierung erhältst Du automatisch eine Email, dort den Bestätigungs-Link anklicken, um Dein Konto zu aktivieren! Aus datenschutzrechtlichen Gründen sind derzeit alle Facebook-Verknüpfungen abgeschaltet.

    Fragen oder Probleme:Kontakt    Veranstaltung anlegen:Veranstaltung    Fördermitglied werden:Forum fördern 

Das höchste Gebot - wie liebt man Gott?

Dieses Thema im Forum "Philosophisches" wurde erstellt von Sternschnuppe, 15 Juni 2019.

  1. Sternschnuppe

    Sternschnuppe Supermoderator Mitarbeiter

    Als Jesus von einem Schriftgelehrten gefragt wurde, was denn das höchste Gebot von allen sei, antwortete er:

    " Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5. Mose 6,4-5).
    Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. "

    Was bedeutet das?
    Und wie können wir Gott lieben?

    Dazu sehen wir uns erst einmal an, welche Möglichkeiten uns denn offen stehen, um die Stimme Gottes wahrzunehmen, um ein bewusstes, achtsames und liebevolles Miteinander überhaupt erst zu ermöglichen.

    Es ist ja so, dass wir ständig Impulse und Anregungen, Hinweise und Hilfen in unserem Leben erhalten.
    Diese Hilfestellungen, dieses Kommunizieren auf fein-geistigem Wege jedoch muss genauso erlernt werden wie jede andere Sprache auch.
    Unsere Sinne müssen geschult werden, diese Art der Sprache des Lebens zu erkennen und zu erfassen, damit wir überhaupt in der Lage sind, sie zu verstehen.

    Gott an erster Stelle setzen - was bedeutet das?

    Es bedeutet für mich, dass bei allem, was ich denke, empfinde und tue, ich mir nach Möglichkeit vorher überlege, was ich damit bewirke, unterstütze und fördere - und ob ich das denn wirklich möchte?
    Ob es aus meinem Herzen entspringt und allen Beteiligten Segen, Glück und Freude bereitet?
    Ob es das Beste ist, was ich in der Situation tun kann?

    Wenn wir z.B. einen inneren Impuls bekommen, mag er noch so klein und leise sein, etwas zu tun oder zu unterlassen, dann spricht da Gott zu uns.
    Wenn wir einen kleinen Anstoß bekommen, etwas Liebevolles in dem jetzigen Augenblick für einen anderen tun zu können, dann spricht da Gott zu uns.
    Wenn wir wach sind und erfassen, was rund um uns herum geschieht, was gesagt wird, was getan wird, was möglicherweise jetzt gerade Not tut oder was einfach in der Situation erfreulich wäre, und wir können es tun und tun es also, dann antworten wir auf den Ruf des Lebens, dann hören wir aus dem Dröhnen der Welt heraus, was jetzt wichtig wäre/ist und erkennen unsere Möglichkeiten darinnen.
    Dann gehen wir eine Verbindung mit allem ein, was wir Leben nennen.
    Und genau dadurch werden wir selbst wieder ein Stück lebendiger werden, werden wir Freude erfahren, spüren wir Sinn in unserem Leben und in unserem ganzen Dasein.

    Wenn wir unsere täglichen Möglichkeiten nutzen, anderen Teilen des Lebens mit Freude im Herzen dienlich zu sein, dann bekommt irgendwie alles erst einen höheren Sinn bei alledem, was wir tun, zu tun haben oder im Sinne führen.
    Dann erst spüren wir die große Verbundenheit und Tiefe zu allem, die Höhe, Weite und die alles umfassende Liebe, dann erst wird uns bewusst, dass wir alle ein großes Ganzes darstellen, wo wir nicht sagen können, es gehe uns irgendetwas nichts an.
    Wir erkennen und erleben es wirklich, dass alle Teile des Lebens miteinander in Verbindung stehen, sich gegenseitig dienen und dadurch das Leben in Freude, Fülle und Wohlergehen erst möglich werden lassen.
    Es wird dann nicht nur ein theoretisches Konstrukt oder nur eine Vorstellung davon sein, sondern es wird für uns wirklich erlebbar, wir spüren es in jeder einzelnen Zelle von uns, ja man könnte sagen, wir empfinden es in unserer Seele.

    Neulich war ich z.B. im Garten und überlegte gerade so für mich, was ich denn nun tun würde, da vernahm ich, dass irgendwo in der Nähe jemand seinen Rasen mähte - es war am Pfingst-Samstag - ein netter kleiner Impuls, ebenfalls zu mähen, da ich ja eh gerade nichts anderes vor hatte und es langsam auch angebracht war (ich lasse das erste Gras immer sehr lange wachsen, damit alles erstmal erblühen kann) - und wie sich dann zwei Tage später herausstellte, als dieses heftige Gewitter mit Hagel bei uns durchzog, war dies eine kluge Entscheidung gewesen, da die Gras-Inseln mit wunderschönen wilden Margeriten drinnen, die ich erstmal noch stehen ließ, natürlich hinterher völlig platt waren.
    Es wäre dann wohl ziemlich mühselig gewesen, den ganzen Garten mit dem niedergedrückten langen Gras zu mähen...

    Oder gestern im Baumarkt - ich wollte eigentlich einfach nur kurz auf dem Vorbeiweg eine Gartendusche mitnehmen und dann zum See...da sah ich da so nette, kleine Röschen-Töpfe - ein kurzer Gedanke tauchte auf...da könnte ich ja eines mitnehmen und meiner Liebsten auf ihren Schreibtisch stellen...
    Sie hatte sich sooo darüber gefreut!

    Es sind oft diese Kleinigkeiten, die unserem Tage Glück und Freude bescheren - und genau dies macht uns ja dann selber auch glücklich, wenn wir einem anderen eine kleine Freude bereiten können.
    Wie gesagt, es sind oft nur ganz "leise", kleine und kurze Impulse, jedoch wenn wir wach und aufmerksam sind, uns auch entsprechend Zeit für die Dinge lassen, dann werden wir sie wahrnehmen - und uns selbst damit oft am meisten beschenken.

    Es ist für mich ganz offensichtlich und klar - je mehr wir anderen Teilen des Lebens dienlich sein können, desto mehr Freude, Sinn und Glanz wird in unser Leben treten.
    Es folgt einfach dem universellen Gesetz von Saat und Ernte...
    Und dann auch wird die ganze Fülle des Lebens in unser eigenes Leben finden.
    D.h. also auch, je mehr wir anderen dienen, desto größer wird unser Reichtum werden - innerlich wie äußerlich.

    Insofern verhält es sich mit diesem Gebot wie mit allen anderen Geboten in dieser Hinsicht auch - es ist zu unserem eigenen Wohle gedacht und nicht willkürlich einfach mal so festgelegt worden, weil es irgendjemanden so in den Sinn kam oder etwa aus einem eigenen Interesse Gottes.

    Denn so wie ich das Leben erfasse, möchte Gott nichts anderes, als dass es jedem Teile seiner Schöpfung wohl ergehe, dass wir alle einstimmen können in den großen Chor des Frohlockens, der Freude am Dasein und am liebevollen Miteinander...

    Die Gebote stellen also eine Art Betriebsanleitung für uns dar, die, wenn wir sie beachten, Gottes Sinn von dem, was wir Leben nennen, zu erkennen gibt und für uns erleb- und erfahrbar werden lässt : die pure Freude am Dasein.

    FRIEDE SEI mit EUCH!
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 Juni 2019
    Georg und psychoalphadiscobeta gefällt das.

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden
  2. Information ausblenden